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Bezahlen und Geld beziehen im Urlaub: So sparen Sie Gebühren

Zur optimalen Ferienvorbereitung gehört nicht nur die Planung der Reiseroute. Informieren Sie sich bereits im Vorfeld: Mit welcher Karte lässt sich im Urlaubsland bezahlen? Wie können Sie Bargeld beziehen? Wie viel Trinkgeld ist üblich? Lesen Sie die Tipps rund ums Reisegeld für die zehn Top-Sommerdestinationen von Schweizer Urlaubern.

Das Festlegen der Reiseroute, das Buchen von Flügen und Unterkunft, die Suche nach dem passenden Mietauto: Die Ferienvorbereitungen können ganz schön aufwändig sein. Vergessen Sie dabei nicht, sich auch ums Reisegeld zu kümmern – denken Sie insbesondere an eine allfällige Freischaltung Ihrer Maestro-Karte. Aus Sicherheitsgründen ist sie nämlich für die Verwendung ausserhalb Europas gesperrt. Wenn Sie Ihre Karte auch ausserhalb Europas für Bargeldbezüge oder bargeldlose Einkäufe nutzen wollen, müssen Sie die geografische Gültigkeit Ihrer Karte vorübergehend erweitern. Die Einstellungen können Sie via E-Banking oder Mobile Banking selber vornehmen, oder Sie rufen die Service Line 0848 845 400 an.

Vermeiden Sie unnötige Gebühren am Bancomat.

Trotz Freischaltung kann es in einzelnen Ländern – insbesondere an wenig frequentierten Bancomaten in den USA oder in Japan – passieren, dass der Bargeldbezug mit der Maestro-Karte nicht klappt. Nutzen Sie in diesem Fall eine Kreditkarte. Oder besser die Prepaidkarte Travel Cash: Mit dieser kostet ein Geldbezug im Ausland gleich viel wie mit der Maestro-Karte, nämlich 5 Franken. Bei der Kreditkarte werden mindestens 10 Franken verrechnet.

Beachten Sie, dass in diversen Ländern die Bancomat-Betreiber vor Ort eine zusätzliche Benützungsgebühr verrechnen, auf welche die Migros Bank keinen Einfluss hat. Diese so genannte Access Fee ist in Reiseländern wie den USA, Thailand, Brasilien, Mexiko, Australien oder Kanada weit verbreitet bis flächendeckend und lässt sich somit oft nicht vermeiden.

Vermeiden können Sie dagegen unnötige Umrechnungsgebühren: Häufig werden Sie am ausländischen Bancomat gefragt, ob der Bargeldbezug Ihrem Konto in Lokalwährung oder in Franken belastet werden soll. Wählen Sie konsequent die Lokalwährung, um zusätzliche Umrechnungskosten zu vermeiden.

Mit der richtigen Karte bezahlen Sie weniger.

Auch beim bargeldlosen Bezahlen sparen Sie unnötige Kosten, wenn Sie die richtige Karte zücken. Benutzen Sie für kleinere Einkäufe bis knapp 90 Franken die Kreditkarte, denn mit ihr bezahlen Sie eine variable Gebühr von 1,75 Prozent. Ab grösseren Summen fahren Sie mit der Maestro-Karte günstiger, da bei ihr eine Fixgebühr von 1.50 Franken anfällt – egal wie hoch die bezahlte Summe ist. Nehmen wir an, der Rechnungsbetrag für Ihren Einkauf in der amerikanischen Shopping Mall beläuft sich auf 300 Dollar. Mit der Kreditkarte bezahlen Sie eine Gebühr rund 5 Dollar, mit der Maestro-Karte nur 1.50 Franken. Zu beachten ist allerdings, dass in einigen klassischen Sommerferien-Destinationen wie den USA oder in Kanada Maestro-Karten nur selten in Geschäften, Hotels und Restaurants akzeptiert werden.

Was ist speziell für Ihr Urlaubsziel zu beachten?

Über die nachstehenden Links finden Sie Tipps für die beliebtesten Sommerdestinationen. Die Top-10 stammen vom Reiseveranstalter Hotelplan, zu dem die Reisemarken travel.ch, Migros Ferien, Hotelplan, Tourisme Pour Tous, Travelhouse und Globus Reisen gehören. Das Ranking ergibt sich aus den per April 2017 gebuchten Reisen mit der grössten Anzahl Passagiere für die Sommersaison 2017 (Abreisen zwischen Anfang Mai und Ende Oktober 2017).
Nützliche Länderinformationen für weitere Länder finden Sie auf der Mobile Banking App der Migros Bank sowie den Internetseiten von Hotelplan und Swiss Bankers.

Lesen Sie die Feriengeld-Tipps zu den 10 beliebtesten Schweizer Sommerurlaubs-Destinationen:

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6 Kommentare zu Bezahlen und Geld beziehen im Urlaub: So sparen Sie Gebühren

  1. Auch lokale Banken schätzen die Kommission, die Dienstleister bezahlen, wenn man mit einer Kreditkarte bezahlt.

    Warum man mit der Schweizer Kreditkarte noch einen Aufschlag für den Einkauf in einer fremden Währung bezahlen muss, wissen vermutlich nur die Banken.

  2. Die EU hat die Kreditkartenherausgeber gezwungen, ihre Gebühren zu senken. Daraufhin hat dann Viseca die Gebühren für Auslandzahlungen von 1,5% auf 1,75% erhöht und gleichzeitig diese 1,75% auch auf Zahlungen, die in CHF im Ausland erfolgen, eingeführt. Wieder einmal mehr bezahlen wir als Schweizer höhere Gebühren als Andere. Als Konsequenz bezahle ich nun einfach wieder viel mehr mit Bargeld im Ausland und hoffe, andere Schweizer haben auch diese Konsequenz gezogen.

  3. Guten Tag
    Danke für die guten Tipps. Aber was ist mit Frankreich?
    Ich meinte, das ist das Land, wohin am meisten Schweizer auswandern, und ich denke, auch viele in die Ferien gehen.
    Oder kann man es mit anderen europäischen Ländere vergleichen?
    Herzlicher Gruss, Frank Risi

    1. Sehr geehrter Herr Risi
      Im Blog-Beitrag haben wir uns auf die Top-10-Sommerferiendestinationen der Schweizer Bevölkerung konzentriert. Frankreich findet sich knapp nicht darunter. Informationen rund ums Bezahlen in Frankreich, aber auch in weiteren Ländern finden Sie z.a auf der Mobile Banking App der Migros Bank sowie auf den Internetseiten von Hotelplan und Swiss Bankers.
      Freundliche Grüsse, Urs Aeberli

  4. Im Ausland sind häufig nur PIN Code mit 4 Stellen möglich. Warum machen Sie nicht darauf aufmerksam??

    1. Guten Tag
      Besten Dank für den Hinweis. Dieser Tipp findet sich weiter unten bei den spezifischen Länderinformationen (Grossbritannien, Kanada).
      Freundliche Grüsse, Urs Aeberli

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