Migros Bank führt Online-Leasing für Investitionsgüter ein

Die Migros Bank erweitert ihr Finanzierungsangebot für Firmenkunden: Diese können ab sofort Investitionsgüterleasing auch online abschliessen. Neu für die Schweiz ist, dass Online-Leasing nicht nur den bestehenden Firmenkunden offensteht, sondern auch von Neukunden genutzt werden kann. Die Migros Bank stellt ihr Online-Tool zudem Investitionsgüterfirmen zur Verfügung, die Vendor-Leasing in ihre Vertriebsplattform integrieren möchten.

Egal, ob gerade beim Lieferanten der Kauf eines Investitionsobjekts besprochen wird oder ob man abends nach Büroschluss auf dem Nachhauseweg noch eine Finanzierungsofferte wünscht: Das Online-Leasing der Migros Bank steht zur Verfügung, wann und wo ein Kundenbedürfnis besteht.

In wenigen Minuten zum Finanzierungsentscheid

Die Finanzierung eines Investitionsobjekts über das Online-Leasing der Migros Bank geschieht in drei Schritten:

  • Der Interessent gibt unter migrosbank.ch/leasing die erforderlichen Angaben zum gewünschten Leasingobjekt ein, klickt auf den Button «Leasing beantragen», und füllt dann die Felder zu seinem Unternehmen aus. Das dauert nur wenige Minuten, und unmittelbar nach der Eingabe erhält der Interessent einen Finanzierungsentscheid der Migros Bank.
  • Für das Zustandekommen eines Vertragsabschlusses lädt der Interessent anschliessend die Lieferantenofferte hoch.
  • Nach Prüfung der Eingaben und der hochgeladenen Dokumente erhält der Kunde innert weniger Tage den Leasingvertrag der Migros Bank.

Wachsende Bedeutung von Leasing für Käufer…

Die Migros Bank besitzt breite Erfahrung bei Online-Finanzierungen, seit sie 2006 Online-Privatkredite eingeführt hat. Mittlerweile werden über 90 Prozent ihrer Privatkredite über das Internet abgeschlossen. Dieses Prozess-Know-how im Online-Kanal nutzt die Migros Bank, um nun Online-Leasing für Firmenkunden einzuführen.

Die Lancierung erfolgt vor dem Hintergrund, dass hierzulande die Bedeutung von Investitionsgüterleasing in den kommenden Jahren zunehmen dürfte. Wie eine Umfrage des Konjunkturforschungsinstituts BAK und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ergab*, finanzieren Schweizer KMU erst rund 10 Prozent ihrer Gesamtinvestitionen mit Leasing – der europäische Durchschnitt liegt etwa doppelt so hoch. Stattdessen bestreiten Schweizer KMU im Schnitt 70 Prozent der Gesamtinvestitionen aus eigenen Mitteln, mehr als doppelt so viel wie im EU-Mittel. Der Investitionsbedarf wird weiter zunehmen, nicht zuletzt mit der Digitalisierung der Industrie (Stichwort «Industrie 4.0»). Er wird sich je länger, je weniger primär durch Eigenkapital bestreiten lassen; erforderlich sind stattdessen zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten wie Leasing. Der vermehrte Einsatz von Leasing erlaubt zudem, dass Eigenkapital frei wird und verstärkt für Forschung und Entwicklung (F+E) eingesetzt werden kann. Denn F+E lässt sich in der Regel nur aus eigenen Mitteln finanzieren – ein Umstand, der gerade mit dem Trend zur Digitalisierung vermehrte Bedeutung gewinnt.

… und für Verkäufer

Wichtiger wird Leasing nicht nur für die Käufer von Investitionsobjekten, sondern auch für Unternehmen, die Investitionsgüter verkaufen und als Vertriebsförderung die Leasingfinanzierung mitofferieren. Das Angebot von so genanntem Vendor-Leasing sei ein bewährtes Instrument, um Marktanteile zu gewinnen, stellt die erwähnte Umfrage von FHNW und BAK fest. Die Migros Bank stellt daher ihr Online-Tool interessierten Investitionsgüterfirmen zur Verfügung, die Leasingfinanzierungen in ihre Vertriebsplattformen integrieren möchten.

*Institut für Finanzmanagement IFF de Hochschule für Wirtschaft FHNW und BAK Basel Economics AG (Hrsg.): Leasing for Growth – Eine betriebs- und volkswirtschaftliche Analyse von künftigen Wachstumspotenzialen. Basel, 2017.

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