Apropos

Mode als Konjunkturbarometer

Apropos Mode… Forscher wollen herausgefunden haben, dass sowohl die Länge der Röcke als auch die Absatzhöhe der Schuhe prophezeien, wie es um die Wirtschaft steht. Sind die Modedesigner die neuen Wirtschaftsanalysten?

Amerikanische Forscher haben den sogenannten „High-Heel-Index“ definiert. Dieser besagt, dass je schlechter die Wirtschaftslage, desto höher die Absätze. Allerdings wurde dieser Index von Britischen Soziologen widerlegt, die nun ihrerseits den „Footsy-Index“ ins Leben gerufen haben. Sie stellten eine direkte Korrelation zwischen der Absatzhöhe und der Wirtschaftslage fest – allerdings umgekehrt als die Amerikaner. Anscheinend tragen Frauen in guten Zeiten eher schwindelerregend hohe High Heels.

Im Gegenzug dazu greifen sie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eher auf stabile, flache Schuhe zurück.

Comic von Pugh: I'm sorry but you're giving me very mixed messages about the economy.Die Idee, die wirtschaftliche Lage anhand von Modetrends zu analysieren, ist nicht neu. In den 20er Jahren, hat der amerikanische Ökonom George Taylor den „Minirock-Index“ geschaffen. Dieser Index besagt, dass je besser es der Wirtschaft geht, desto kürzere Röcke werden getragen. Die aktuellen Schuhtrends stimmen nicht gerade positiv; flach ist in. Und die aktuellen Wachstumsprognosen geben dem Index recht. 2015 rechnet der Bund mit einem BIP-Wachstum von moderaten 0.9 Prozent (Quelle: Seco). Vielleicht lohnt es sich, bei der Präsentation der Mode für die nächste Saison das Augenmerk vermehrt auf das Schuhwerk der Models zu richten.

Für eine etwas seriösere Analyse der aktuellen Konjunkturprognosen: Wie gefährlich ist eine Rezession für die Schweiz?

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