Energiespartipps – so sparen Sie Geld

Energiesparen leicht gemacht: Lesen Sie, wie Sie als Mieter und Wohneigentümer Ihre Energiekosten mit wenig Aufwand und geringen Investitionen senken können.

Abwaschmaschine bewusster nutzen

Die Abwaschmaschine kann schnell zur Energieschleuder werden. Wenn Sie jedoch ein paar Dinge beachten, können Sie eine Menge Strom sparen:

  • Verwenden Sie das Eco-Programm. Es läuft auf einer niedrigeren Temperatur (rund 50 Grad).
  • Lassen Sie die Maschine erst am Abend laufen, wenn die Niedertarife gelten. Sie können den Geschirrspüler auch timen, so dass er erst zu später Stunde das Programm startet.
  • Füllen Sie die Maschine vollständig und lassen Sie sie nicht nur mit ein paar wenigen Tellern und Gabeln laufen. Aber passen Sie auf, dass Sie die Maschine nicht überfüllen. Ansonsten wird das Geschirr nicht mehr richtig sauber.
  • Reinigen Sie das Sieb und die Maschine regelmässig. Das verbessert nicht nur die Spülleistung, sondern minimiert auch die Dauer des Spülgangs und spart so Energie.

Waschen und Trocknen

Mit folgenden Massnahmen lässt sich beim Waschen und Trocknen Energie sparen:

  • Schöpfen Sie das Fassungsvermögen der Waschmaschine bestmöglich aus.
  • Waschen Sie nicht heisser als notwendig. Bei normal verschmutzter Wäsche reichen 30 oder 40 Grad aus.
  • Drücken Sie die Energiespartaste, falls Ihre Waschmaschine eine hat.
  • Hängen Sie bei schönem Wetter Ihre Wäsche draussen auf.
  • Reinigen Sie das Flusensieb des Trockners regelmässig.
  • Stellen Sie bei den Waschgängen eine möglichst hohe Schleuderdrehzahl ein. Dadurch wird der Wäsche bereits viel Feuchtigkeit entzogen und der Trockner muss im Anschluss nicht mehr so lange laufen.

Kochen und Backen

Neben der richtigen Topfgrösse für Ihre Herdplatte sollten Sie zusätzlich daran denken, dass beim Kochen auf jeden Topf ein Deckel gehört. So können Hitze und Energie nicht entweichen. Zudem sparen Sie einiges an Zeit. Denken Sie auch daran, nur so viel Wasser zu erhitzen, wie Sie tatsächlich brauchen. Falls es nur eine kleine Menge ist, kochen Sie das Wasser am besten mit einem Wasserkocher auf. Dieser ist schneller und energieeffizienter.
Auch beim Backen lässt sich mit einigen Tipps und Tricks Energie sparen. So sollten Sie den Backofen wenn möglich auf Umluft statt Ober- unter Unterhitze einstellen. Durch die Einstellung der Umluft wird die Wärme im Ofen zirkuliert und dem Essen schneller zugefügt. Dadurch kann eine tiefere Temperatur bei gleicher Backzeit gewählt werden.

Lebensmittel richtig auftauen

Tauen Sie gefrorene Speisen über Nacht langsam im Kühlschrank auf. Die Kälte, die dabei Ihrem Kühlschrank abgegeben wird, spart Energie. Zudem schont es Ihre Gerichte und sorgt für eine bessere Qualität.

Gönnen Sie auch Ihrem Kühlschrank Ferien

Nicht nur Sie, sondern auch Ihr Kühlschrank verträgt ab und zu eine Auszeit. Gönnen Sie ihm während Ihrer Ferien eine Pause und stecken Sie ihn aus. Bringen Sie die restlichen Lebensmittel Ihren Nachbarn oder Freunden und sparen Sie während Ihrer Abwesenheit Strom.

Sparduschknopf verwenden

Mit einem Sparduschkopf können Sie bei einer täglichen Dusche aufs Jahr hochgerechnet etwa 6000 Liter Wasser sparen. Der Sparduschkopf mischt dem Wasserstrahl eine grössere Luftmenge zu, wodurch der Wasserverbrauch gesenkt wird. Einen Sparduschkopf gibt es in jedem Baumarkt und er kann ganz einfach selber am Duschschlauch befestigt werden.

Temperatur im Boiler überprüfen

Warmwasser wird zur Nutzung in Warmwasserspeichern, umgangssprachlich Boilern, bereitgestellt. Je höher die darin gespeicherte Wassertemperatur ist, desto grösser ist der Wärmeverlust des Speichers. Überprüfen Sie deshalb regelmässig die Wassertemperatur. 60 Grad ist das erlaubte Maximum. Sie können die Temperatur auch weiter reduzieren z.B. auf 50 Grad. Dabei müssen sie aber aus hygienischen Gründen sicherstellen, dass das Wasser einmal pro Woche auf 60 Grad aufgewärmt wird.

Raumtemperatur senken

Sie spüren es kaum, ob Ihre Wohnung ein Grad wärmer oder kälter ist. Ihr Portemonnaie dafür schon. Drehen Sie Ihre Heizung deshalb etwas herunter – die optimale Temperatur liegt im Wohnbereich und in der Küche bei 20 Grad, im Badezimmer bei 23 Grad und im Schlafzimmer bei 18 Grad. Mit jedem Grad, das Sie herunterdrehen, sparen Sie rund 6 Prozent Heizenergie. Des Weiteren können Sie jährlich bis zu 225 kg CO2 vermeiden, wenn Sie die Raumtemperatur etwas senken.

Thermostate einbauen

Ist Ihre Heizung in den kalten Monaten in Dauerbetrieb? Das muss nicht sein. Klar ist, niemand möchte beim Aufstehen am frühen Morgen oder beim Nachhausekommen frieren. Jedoch lassen sich die Betriebszeiten Ihrer Heizung mit einem elektrischen Thermostat individuell regeln. Verwenden Sie programmierbare Thermostatventile, mit denen Sie z.B. die Temperatur über Nacht oder bei Abwesenheit auf rund 15 Grad senken können. Vor dem Aufstehen oder dem Nachhausekommen kann die Heizung wieder hochgefahren werden. So sorgen Sie für energieeffizientes Heizen.

Heizkörper entlüften

Erwärmt sich Ihr Heizkörper nicht mehr richtig, auch wenn der Thermostat auf die höchste Stufe gedreht ist? Dann ist es höchste Zeit, den Heizkörper zu entlüften. Denn Luft im Heizkörper bedeutet Energieverlust. Die Entlüftung ist nicht gefährlich und kann problemlos selber durchgeführt werden. Hier die wichtigsten Schritte:

  • Stellen Sie die Umwälzpumpe ab und warten Sie etwa eine Stunde, so dass eine vollständige Entlüftung vorgenommen werden kann.
  • Halten Sie ein Gefäss unter das Entlüftungsventil. Dieses liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Thermostats. Drehen Sie am Ventil und lassen Sie es so lange geöffnet, bis keine Luft mehr entweicht und nur noch Heizwasser in Ihr Gefäss läuft.
  • Die Entlüftung dauert rund fünf Minuten. Schliessen Sie das Ventil anschliessend wieder.

Heizkörper befreien

Stellen sie Ihre Möbel nicht direkt vor Ihre Heizkörper. Auch wenn Sie diese um jeden Preis verstecken möchten, können zum einen Ihre geliebten Möbelstücke mit der Zeit beschädigt werden und zum anderen wird die Heizleistung eingeschränkt, da die warme Luft nicht vollständig zirkulieren kann.
Falls Sie aber dennoch nicht darauf verzichten können oder wollen, ein Möbelstück vor den Heizkörper zu stellen, beachten Sie einen Abstand von mindestens 30 cm. So kann sich die Wärme dennoch entfalten und Sie verschwenden keine Energie.

Heizungs- und Warmwasserrohre isolieren

Ist es in Ihrem Keller angenehm warm? Dann sollten Sie dringend die Heizungs- und Warmwasserrohre prüfen. Denn in vielen Gebäuden sind die warmen Leitungen in den Kellern nicht oder nur sehr schlecht gedämmt. Dadurch wird von den Rohren Energie im Keller abgegeben, die nicht notwendig ist und somit verloren geht. Isolieren Sie deshalb die warmen Leitungen im Keller. Sie können das selbstständig mit Schaumstoff-Rohrisolierungen vom Baumarkt ausführen.

Vorhänge und Rollläden schliessen

Während der Winterzeit oder bei kalten Nächten sollten Sie die Vorhänge und Rollläden geschlossen halten. So vermeiden Sie, dass die Wärme vom Wohnraum nach draussen gelangt, und Sie sparen somit Heizenergie. Während des Tages sollten Sie die Vorhänge und Rollläden jedoch öffnen, damit Sie die Sonneneinstrahlung nutzen können.

Fenster abdichten

Fenster, die Zugluft in die Wohnung lassen, sollten abgedichtet werden – selbst wenn es sich nur um geringe Luftströmungen handelt. Testen Sie das Vorhandensein von Zugluft, indem Sie eine brennende Kerze vor das entsprechende Fenster stellen und die Flamme beobachten. Zur Isolation können Sie Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen verwenden. Die Materialen können Sie in jedem Baumarkt kaufen.
Beachten Sie, dass bei sogenannten Doppelkastenfenstern nur der innere Bereich abgedichtet werden sollte. Sonst können Feuchtigkeitsschäden aufgrund von Kondenswasser entstehen.

Stosslüften

Stosslüften heisst das Zauberwort! Fenster sollten nicht den ganzen Tag gekippt werden. Dadurch geht viel Energie verloren, und das Gebäude kühlt aus. Besser ist es, drei bis vier Mal am Tag für ein paar Minuten das Fenster weit zu öffnen, damit die frische Luft in den offenen Räumen zirkulieren kann. Am besten lüften Sie zudem quer. Das bedeutet, dass Sie alle Fenster in der Wohnung öffnen, so dass ein Durchzug entsteht. So kann die verbrauchte Luft innert kürzester Zeit ausgetauscht werden.

Lichter löschen

Lassen Sie nur in Räumen, in denen Sie sich aktuell aufhalten, die Lichter brennen. In allen anderen Zimmern schalten Sie die Lampen aus und sparen so Stromkosten.

Intelligente Beleuchtung

Nicht nur dank der Erfindung der Sparlampe kann lässt sich enorm viel Strom einsparen. Neu steht auch die LED-Technik hoch im Kurs. Denn das Sparpotenzial bei LEDs ist nochmals grösser als bei Sparlampen – egal ob für die Innen- oder Aussenbeleuchtung. Wichtig: Beim Kauf einer LED sollte man nicht auf die Anzahl Watt achten, sondern auf die Lumen-Zahl. Weiter zu berücksichtigen ist die Tatsache, dass sich zusätzlicher Strom mit intelligenten Beleuchtungssystemen sparen lässt, die individuell programmiert werden.

Elektronische Geräte auf Standby

In den Haushalten sind heutzutage oft jede Menge elektronische Geräte zu finden. Damit diese nicht zu unnötigen Stromfressern werden, sollten sie nach Gebrauch wieder ausgeschaltet werden. Verwenden Sie hierzu Steckerleisten, in die Sie verschiedene Geräte wie Fernseher, Musik-Anlagen, DVD-Rekorder usw. einstecken. Diese können am Abend komplett ausgeschalten werden, was unnötigen Stromverbrauch aufgrund des Standby-Modus vermeidet. Falls Sie das nicht möchten, sollten Sie beim Kauf von neuen Geräten auf einen tiefen Standby-Verbrauch achten, um so die Kosten zu optimieren.

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2 Kommentare zu Energiespartipps – so sparen Sie Geld

  1. Guten Tag,
    wir, meine Frau und Ich leben schon lange energiebewusst, Ihre Ratschläge sind für uns das tägliche Leben. Unser Haus ist umgerüstet auf LED. Das Licht ist zu 90% Solarstrom aus der eigenen Anlage mit Speicher. Mit 2 bis 3 m2 Panel ist das möglich. Ich frage mich wirklich, wenn wir die Stromlieferanten weiter plagen, was wird dann, denn ohne die geht es sicher nicht und die die elektrische Zukunft fragwürdig.
    Zur Klimaveränderung:
    Die Wissenschaft weiss, dass die kommt. Warum man daraus dem Kleinen Geld abnimmt, verstehe ich nicht. Das lässt sich nicht mit Geld verhindern. Wir hatten früher mal Eis bis in unsere Region. Das Eis ging weg, ohne dass ein Auto gefahren ist. Damit hat damals niemand Geld verdient.
    Also: Energie sparen mit gesundem Menschenverstand, ja technischen Fortschritt nutzen. Kurzschluss Panik NEIN.

  2. Wenn der Heizkörper nicht ganz warm ist, muss es nicht immer Luft im System haben.
    Thermostat-Ventile verkleben gerne und öffnen sich nicht mehr richtig.

    Man kann auch nicht immer beliebig entlüften.
    Irgendwann braucht die Heizung wieder Wasser und heute demineralisiertes.

    Ps: Die Sparduschköpfe bringen auch viele Probleme ins System.
    Themperaturschwankung ( bis 15 grad )
    und alte Eisenleitungen rosten schneller inwendig
    Lg Service Techniker

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