Sieben Tipps für den Vermögensaufbau

Die Zinsen sind im Keller, das Sparkonto wirft kaum noch etwas ab. Für einen langfristig erfolgreichen Vermögensaufbau wird Wertschriftensparen immer wichtiger, auch mit Blick auf die Altersvorsorge.

Viele Privatsparer scheuen das Risiko, das mit Finanzanlagen einhergeht. Damit verpassen sie aber die Chance, vom langfristigen Wachstum an den Finanzmärkten zu profitieren. Mit einem Fondssparplan der Migros Bank können Privatsparer beispielsweise auch regelmässig kleine Geldbeträge investieren und so schrittweise Vermögen aufbauen. Damit der Einstieg ins Wertschriftensparen gelingt, geben wir Ihnen einige Tipps mit auf den Weg.

1. Wann ist der richtige Zeitpunkt für Investitionen an den Finanzmärkten?

Die Zeitdauer einer Investition ist wesentlicher für den Anlageerfolg als der Zeitpunkt des Einstiegs. Für einen konstanten Vermögensaufbau eignet sich regelmässiges Investieren und ein langfristiger Anlagezeitraum am besten. Denn niemand kann kurzfristige Marktschwankungen vorhersagen. Vor allem Privatanleger machen oft den Fehler, dass sie aufgrund des Herdentriebs Aktien am Höhepunkt kaufen und am Tiefpunkt verkaufen. Wir raten deshalb dazu, die Investitionen zu staffeln.

2. Soll ich als Finanzmarktlaie Direktanlagen an der Börse tätigen?

Wir raten Börsenneulingen und unerfahrenen Privatinvestoren ab, in Einzeltitel zu investieren. Wer sich nicht regelmässig mit Finanzthemen beschäftigt, sollte die Verwaltung seines Vermögens an eine Bank delegieren oder Anlagefonds erwerben. Mit den Strategie- und Nachhaltigkeitsfonds der Migros Bank erreichen auch Privatanleger mit kleinerem Startkapital bereits eine gute Diversifikation. Eine Alternative dazu sind die Vermögensverwaltungsmandate der Migros Bank. Durch die Diversifizierung in mehrere Unternehmen und/oder Anlageklassen sinkt das Risiko, das mit Einzelanlagen einhergeht, erheblich.

3. Worauf muss ich als Privatanleger achten?

Vor einer Investition müssen Anleger ihre Risikofähigkeit und ihren Anlagehorizont abklären. Aufgrund des persönlichen Risikoprofils lässt sich eine Anlagestrategie herleiten. Zentral für eine kluge Anlagestrategie ist die Vermögensallokation auf verschiedene Anlageklassen wie Obligationen, Aktien, Immobilien und Rohstoffe, auch unter Berücksichtigung verschiedener Regionen und Währungen. Durch regelmässiges Rebalancing wird die Asset Allocation dann jeweils in Einklang mit der ursprünglichen Anlagestrategie gebracht. Private Investoren zögern das Rebalancing oftmals aufgrund der Stimmung an den Märkten hinaus oder setzen es nicht um. Dies führt langfristig vielfach zu schlechteren Ergebnissen, als die Strategie eigentlich hergeben würde. Bei Strategiefonds und Vermögensverwaltungsmandaten wird das Portfolio hingegen regelmässig auf die Sollgewichtungen zurückgeführt.

4. Wie wichtig ist die Vermögensallokation?

Studien zufolge werden 90% des langfristigen Anlageerfolgs durch die Wahl der richtigen Vermögensaufteilung bestimmt. Vergleichsweise unbedeutend sind dagegen die Titelselektion und das Timing. Da also das Herauspicken von vermeintlich erfolgsversprechenden Einzeltiteln und die Suche nach dem richtigen Investitionszeitpunkt nur wenig zum langfristigen Anlageerfolg beitragen, sollten diese auch nicht als Teil der Anlagestrategie betrachtet werden.

5. 2018 war kein gutes Anlagejahr. Wie viel soll ich überhaupt an den Finanzmärkten investieren?

Privatanleger sollten sich von einem schlechten Börsenjahr nicht abschrecken lassen. Die richtige Vermögensallokation hängt indes vom persönlichen Risikoprofil und vom Anlagehorizont ab. Je höher der Aktienanteil eines Portfolios ist, desto grösser sind die Wertschwankungen – im positiven wie im negativen Sinn. Durch regelmässiges Investieren über einen langen Zeitraum, beispielsweise mit einem Fondssparplan, erwerben Anleger ihr Fondsvermögen zu günstigen Durchschnittskursen. Und je länger der Zeithorizont einer breit diversifizierten Anlage ist, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts.

6. Gibt es einfache und günstige Absicherungsstrategien für kleine Privatkunden-Depots?

Einen Kapitalschutz gibt es bei Anlagefonds und Vermögensverwaltungsmandaten nicht. Die Migros Bank achtet jedoch strikt auf die Einhaltung der Anlagestrategie. Wir überwachen die Risiken im Portfolio und beobachten, ob Obergrenzen bei Anlagen wie Aktien oder Obligationen überschritten werden oder ob Klumpenrisiken durch eine Kombination von Direktanlagen bestehen. Durch periodisches Rebalancing bringen wir in unserer Vermögensverwaltung die Kundenportfolios wieder ins Lot mit der Anlagestrategie.

7. Welchen Anlagehorizont, welches Anlageziel soll ich mir stecken? Wie setze ich das am besten um?

Anlegen dient dem Erreichen langfristiger Ziele. Wer regelmässig und langfristig in Aktien und andere Anlageklassen investiert, muss eigentlich nur zwei Aspekte berücksichtigen: die Kosten und die Diversifikation. Eine gute Diversifikation ist dann gegeben, wenn die zu investierende Anlagesumme auf eine Vielzahl von Wertpapieren aufgeteilt wird. Damit ist das Anlagevermögen breit abgestützt und die negative Entwicklung eines einzelnen Wertpapieres hat kaum Einfluss auf das Anlageergebnis. Wir erachten es für Privatanleger als zentral, der individuellen Anlagestrategie (gemäss Risikoprofil) zu folgen statt sich in Timing und Hyperaktivität zu verstricken.

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2 Kommentare zu Sieben Tipps für den Vermögensaufbau

  1. „Wir erachten es für Privatanleger als zentral, der individuellen Anlagestrategie (gemäss Risikoprofil) zu folgen statt sich in Timing und Hyperaktivität zu verstricken.“

    Bravo, dass Sie dies als Bank empfehlen, spricht für Sie.

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